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Sashiko – Unshin, Moyozashi, Hitomezashi und dein Projekt

Die Grundlagen für dein Sashiko-Projekt – Unshin, Moyozashi, Hitomezashi

Sashiko – Unshin, Moyozashi, Hitomezashi und dein Projekt

25.10./31.10/08.11 2026
ZOOM: 15 bis 16 Uhr
Samstag: 11 bis 17 Uhr
ZOOM: 15 bis 16 Uhr

210,- EUR
4 Plätze

Mit einem einfachen Baumwollfaden, einer Nadel und dem Yubinuki eröffnet Sashiko eine achtsame Form des Nähens, die aufgrund ihrer Muster oft auch als Stickerei bezeichnet wird.

Der Workshop ist als mehrteiliger Prozess angelegt und verbindet textile Tradition mit zeitgenössischem Kunstkontext. In diesem besonderen Kurs beschäftigen wir uns mit dem Prozess, der Handnähtechnik Unshin, aus der die vielfältigen Muster dieser japanischen Quilt-Tradition hervorgehen und dem Entwickeln eines eigenen Zugangs zu dem umfassenden Möglichkeiten, die Sashiko bietet.

Den Auftakt bildet ein gemeinsames Zoom-Meeting, in dem ich in die Grundlagen und Hintergründe von Sashiko einführe und Impulse für die Entwicklung einer eigenen Arbeit gebe. Auf dieser Basis entwickelst du deine persönliche Projektidee und sendest sie mir per E-Mail zu. Du erhältst ein kurzes Feedback. Ich stimme den Präsenzworkshop gezielt auf die einzelnen Vorhaben der Gruppe ab.

Im sechsstündigen Workshop vor Ort vermittle ich zunächst die grundlegenden Techniken und schaffe eine gemeinsame Basis. Anschließend arbeitest du an deinem eigenen Projekt – an dem Textil deiner Wahl. Ich begleite dich individuell im Prozess und unterstütze dich dabei, deine Arbeit klar aufzubauen und selbstständig weiterzuführen.

Eine Woche nach dem Workshop treffen wir uns erneut online zu einem gemeinsamen Zoom-Meeting. Dieses bietet Raum für Feedback, Fragen aus der Weiterarbeit zu Hause und Austausch über die entstandenen Arbeiten.

Über Sashiko
Sashiko ist eine sehr alte Handnähmethode aus Japan und bedeutet „der kleine Stich“. Der kurze Vorwärtsstich wurde genutzt, um Stoffe zu verstärken, wärmer zu machen und zu reparieren. Die berühmten Boros – Kleidungsstücke, die mit unzähligen kleinen Flicken und Stichen überzogen sind, sind ein Beispiel für den Einsatz von Unshin. Was früher ein Symbol von Armut war, gilt heute als kraftvolles Kulturerbe und steht für einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit dem, was die Natur uns schenkt.

In Japan spricht man von monozukuri – dem Herstellen von Dingen mit den Händen – und von mottainai, was „zu schade zum Wegwerfen“ bedeutet. Im Geiste dieser Werte nutzen wir, was wir bereits haben, und schenken Stoffen durch Sashiko neues Leben.

Im Sashiko werden viele geometrische Muster verwendet. Die bekanntesten Musterkategorien sind:
• Moyō-sashi (Moyō = Muster): Muster werden direkt auf den Stoff gezeichnet und meist mithilfe eines Rasters konstruiert.
• Hitome-sashi: Muster entstehen auf einem kleinteiliges Raster und durch die Anordnung der Stiche zueinander.
• Kuguri-sashi: eine zweistufige Technik für besonders strukturierte Muster. Erst wird ein Hitome-sashi-Muster gestickt, dann unterwebt.
• Kogin / Kogin-zashi (こぎん刺し): Stammt aus der Präfektur Aomori und erzeugt dekorative Texturen. Kogin gehört zu den Zähltechniken.

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With a simple cotton thread, a needle, and the yubinuki, sashiko introduces a mindful form of sewing that is often referred to as embroidery due to its patterns.

The workshop is designed as a multi-part process and combines textile tradition with a contemporary art context. In this special course, we will focus on the process, the hand sewing technique Unshin, from which the diverse patterns of this Japanese quilting tradition emerge, and how they can be easily constructed.

We will start with a joint Zoom meeting, in which I will introduce the basics and background of Sashiko and provide inspiration for the development of your own work. Based on this, you will develop your own project idea and send it to me by email. You will receive brief feedback so that I can tailor the in-person workshop to the group's projects.

In the six-hour on-site workshop, I will first teach the basic techniques and create a common foundation. Then you will work on your own project—on a textile of your choice. I will accompany you individually throughout the process and support you in structuring your work clearly and continuing it independently.

One week after the workshop, we will meet again online for a joint Zoom meeting. This will provide an opportunity for feedback, questions about continuing the work at home, and discussion about the resulting works.

About Sashiko
Sashiko is a very old hand sewing method from Japan and means “small stitch.” The short forward stitch was used to reinforce fabrics, make them warmer, and repair them. The famous boros—garments covered with countless small patches and stitches—are an example of the use of unshin. What used to be a symbol of poverty is now considered a powerful cultural heritage and stands for a conscious, sustainable approach to what nature gives us.

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