top of page

Grundlagenworkshop Sashiko

Die Grundlagen für dein Sashiko-Projekt – Unshin

Grundlagenworkshop Sashiko

28.11. 2026
11 bis 17 Uhr

100,- EUR
6 Plätze

Mit einem einfachen Baumwollfaden, einer Nadel und dem Yubinuki eröffnet Sashiko eine achtsame Form des Nähens, die aufgrund ihrer Muster oft auch als Stickerei bezeichnet wird.

Dieser besondere Workshop legt den Schwerpunkt auf den Prozess, die Handnähtechnik Unshin und dem Entwickeln eines eigenen Zugangs zu dem umfassenden Möglichkeiten, die Sashiko bietet. Aus dieser besondern Handnähmethode gehen die vielfältigen Muster der japanischen Quilt-Tradition hervor.
Unshin bedeutet etwa so viel wie „die Nadel bewegen“. Lange gerade Reihen von kleinen Vorwärtsstichen werden auf effiziente und rhythmische Weise genäht. Wer diese Technik meistert, arbeitet präzise und effizient, ohne sich anzustrengen – die wiederholten Bewegungen bleiben dabei organisch, lebendig und schonend für die Gelenke.

Im dem sechsstündigen Workshop vermittle ich zunächst die grundlegende Technik und gebe einen kurzen Einblick in die Geschichte von Sashiko. Wer will, kann sich den Nähring, den Yubinuki, der in der Handfläche liegt, aus Leder, oder Jeansresten selber herstellen.
In der zweiten Hälfte konstruieren wir aus der Moyozashi Mustergruppe das beliebte Shippo- oder Asanoha-Muster für unseren Sampler und setzen das Einüben von Unshin fort.

Alle Materialien werden gestellt.
Zur Stärkung biete ich Kaffee, Tee, Wasser und selbstgebackenes Sauerteigbrot/gebäck an (nicht gluteenfrei!)

Über Sashiko
Sashiko ist eine sehr alte Handnähmethode aus Japan und bedeutet „der kleine Stich“. Der kurze Vorwärtsstich wurde genutzt, um Stoffe zu verstärken, wärmer zu machen und zu reparieren. Die berühmten Boros – Kleidungsstücke, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden und mit unzähligen kleinen Flicken und Stichen überzogen sind, sind ein Beispiel für den Einsatz von Unshin. Was früher ein Symbol von Armut war, gilt heute als kraftvolles Kulturerbe und steht für einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit dem, was die Natur uns schenkt.

Im Sashiko werden viele geometrische Muster verwendet. Die bekanntesten Musterkategorien sind:
• Moyō-sashi (Moyō = Muster): Muster werden direkt auf den Stoff gezeichnet und meist mithilfe eines Rasters konstruiert.
• Hitome-sashi: Muster entstehen auf einem kleinteiliges Raster und durch die Anordnung der Stiche zueinander. Wer Unshin beherrscht, kann Hitome-sachi auch ohne große Vorzeichnungen und mit Augenmaß umsetzen.
• Kuguri-sashi: eine zweistufige Technik für besonders strukturierte Muster. Erst wird ein Hitome-sashi-Muster gestickt, dann unterwebt.
• Kogin / Kogin-zashi (こぎん刺し): Stammt aus der Präfektur Aomori und erzeugt dekorative Texturen. Kogin gehört zu den Zähltechniken.
In Japan spricht man von monozukuri – dem Herstellen von Dingen mit den Händen – und von mottainai, was „zu schade zum Wegwerfen“ bedeutet. Im Geiste dieser Werte nutzen wir, was wir bereits haben, und schenken Stoffen durch Sashiko neues Leben.

bottom of page